Das Dialogmonster
News & Facts aus der Welt der Telekommunikation

Jan
27

Köln (ots) Arcor Deutschlands zweitgrößter
Festnetz-Betreiber für Internet und Telefonie, will sich erstmals mit
einem Konkurrenten verbünden, um die Deutsche Telekom gemeinsam zu
bekämpfen. Nach Informationen der Online-Ausgabe des
Wirtschaftsmagazins ‘Capital’ will Arcor in großen Teilen des
Bundesgebiets künftig DSL-Anschlüsse für Hansenet schalten, die
DSL-Verträge unter der Marke Alice verkauft. Mit den Vorgängen
vertraute Personen berichteten ‘Capital’, dass Verhandlungen zu
diesem Thema bereits weit fortgeschritten sind. Leidtragender des
neuen Bündnisses wäre zuerst die Telekom, die Alice bisher
DSL-Anschlüsse zum Weiterverkauf in den Regionen anbietet, in denen
Hansenet noch kein eigenes Netz hat. Aber auch weitere DSL-Anbieter
wie United Internet und Freenet kämen durch die Kooperation von Arcor
und Hansenet unter Druck.

Jan
23

Diepholz (ots) - Die artec technologies mit Sitz in Diepholz bei Bremen hat gegen die Arcor, Eschborn, beim Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung erwirkt. Der Grund für den juristischen Schritt: artec technologies sieht sein Patent für zeitversetztes Fernsehen durch die Funktion “Timeshift Restart” im IPTV-Angebot von Arcor verletzt. Die Rechtsanwälte der artec technologies hatten bei dem Landgericht Düsseldorf einen umfangreichen Antrag auf Besichtigung gestellt, in dem die Verdachtsmomente der Patentverletzung detailliert aufgeführt wurden. Das Gericht ist dem Antrag gefolgt und hat Ende Dezember per Beschluss angeordnet, dass Arcor in seinen Räumlichkeiten eine Besichtigung von Vorrichtungen und Unterlagen durch einen Sachverständigen zu dulden hat. Ein Sachverständiger und ein Gerichtsvollzieher haben daraufhin heute die Besichtigung in den Geschäftsräumen der Arcor durchgeführt.

Artec technologies sah sich zu juristischen Schritten gezwungen, nachdem das Unternehmen Arcor bereits mehrfach, aber stets erfolglos zur Stellungsnahme aufgefordert hatte. Grund für das Vorgehen ist die überaus große strategische Bedeutung, die artec technologies seinem 2001 zur Prüfung angemeldete und seit Juni 2006 per Patent geschützten Verfahren für zeitversetztes Fernsehen beimisst.

Artec technologies beliefert nicht nur in Deutschland, sondern weltweit Telekommunikationsanbieter, Kabelnetzbetreiber und Fernsehanstalten mit seinen Systemen. Neben dem per Patent geschützten Verfahren für zeitversetztes Fernsehen hat das Unternehmen auch eine TV-Suchmaschine entwickelt. Ziel von artec technologies ist es, Schlüsseltechnologien im Bereich digitaler Fernsehdienste zu entwickeln. Vor dem Hintergrund der ständig steigenden Nachfrage und entsprechend großen Umsatzerlösen bei serverbasierten Systemen für IPTV sieht sich artec technologies auf Grund seiner selbst entwickelten und im Einsatz bereits bewährten Produkten in einer starken Marktposition.

Besonderes Merkmal des patentierten Verfahrens für zeitversetztes Fernsehen ist die Möglichkeit, die auf einem zentralen Server fortlaufend mitgeschnittenen Inhalte schon während der Aufzeichnung per Video-Stream zeitversetzt abrufen zu können. Der Zuschauer kann somit bei verspätetem Einschalten laufende Sendungen von Beginn an sehen, das Programm anhalten sowie zu gewünschten Szenen vor- und zurückspulen. Zudem können Nutzer einzelne Sequenzen aus dem laufenden TV-Programm zu Videoclips umwandeln. Bei dem von artec technologies entwickelten und patentierten Verfahren wird das TV-Programm auf einem Server gespeichert und alle Funktionen über das zentrale Computersystem durchgeführt. Die auf dem Server abgelegten Inhalte können dann bereits im Verlauf der Aufzeichnung von einer Vielzahl von Nutzern individuell abgerufen werden. Die Anwender benötigen keine zusätzliche Hardware oder Software, sondern können die Funktionen direkt über den Fernseher, am PC oder auch am Handy ganz unkompliziert nutzen.

Jan
11

Arcor-Chef Harald Stöber sieht den Unternehmensservice als entscheidenden Wettbewerbsfaktor an. Deshalb wolle er sensible Bereiche wie Reklamation und Entstörung wieder ins Unternehmen integrieren, erklärte der Manager im Gespräch mit der “Rheinischen  Post” (Freitagausgabe). Derzeit hat Vodafones Festnetztochter die Service-Bereiche zu 100 Prozent ausgelagert. “Wir haben auch schon 100 Leute von Vodafone zu uns geholt, die im Call-Center nun für Arcor beraten. Noch rechnen wir das durch, aber für 2008 ist denkbar, dass wir rund 20 Prozent der Auslagerungen wieder integrieren”, erklärte Stöber weiter. Bis Jahresende will der Manager 70 Prozent aller Haushalte in Deutschland mit dem Arcornetz versorgen können. Auf der Computermesse Cebit wird Stöber ein System präsentieren, durch das sich WLan-Router und PC automatisch synchronisieren:  ”Der Umgang mit der Technik  muss angesichts des boomenden Breitbandmarkts einfacher werden”. Der Unternehmenschef glaubt nicht daran, dass das klassische Festnetz vom Mobilfunk verdrängt wird. Der  ”Rheinischen Post”  erklärte er, dass nur das Festnetz die notwendigen Bandbreiten für IPTV und datenintensive Anwendungen abdecken kann.